Paddeln

Juergen und ich auf Bibersafari

Seit 2002 besitzen wir einen Kanadier. In der Zeit von April bis September gehen wir oft paddeln. Meistens machen wir Tagestouren in Schleswig-Holstein, zum Beispiel auf der Schwentine, aber wenn wir Zeit haben, in den Ferien, dann fahren wir auch für mehrere Tage oder Wochen nach Mecklenburg-Vorpommern, um dort mit dem Kanu zu wandern.

Die erste längere Tour habe ich 2003 mit meiner Familie zusammen gemacht. Wir waren im Müritz-Nationalpark auf dem Campingplatz C25 am Mössensee. Von dort aus haben wir dann mehrere Tage mit dem Boot die Umgebung erkundet und die Natur um uns herum auf uns einwirken lassen. Mein Vater war das Jahr zuvor bereits alleine dort und hat uns davon vorgeschwärmt.

Im Juli 2004 war ich mit Dieter in der Gegend. Vorher haben wir ein Kajak restauriert, was wir dann bis an den Rand vollgepackt hatten mit Ausrüstung und Vorräten. Es war eine ganz neue Erfahrung, in der Weise auf sich alleine gestellt zu sein. Es gibt zwar sehr viele Campingplätze, aber es muss vieles geplant und entschieden werden. Plötzlich sind ganz andere Dinge wichtig, als zu Hause, man muss sich Gedanken darum machen, was man essen wird und wo ein trockener Platz zum Schlafen ist.

Wir haben in der einen Woche sehr viel über uns selbst gelernt und wir haben es genossen, so weit weg vom Alltag zu sein. Wenn ich mehrere Tage auf dem Wasser bin, dann kann ich abschalten und die täglichen Sorgen vergessen. Andere Dinge werden da viel wichtiger. Das Leben wird langsamer, nicht mehr so hektisch. Es wirkt einfach befreiend und entspannend. :-)

Leider mussten wir unsere Tour zwei Tage früher abbrechen, als geplant, da ich Bekanntschaft mit einer Kiefernprozessionsspinnerraupe machte, die heftige pseudoallergische Reaktionen hervorruft. So lernte ich dann ein DRK-Krankenhaus von innen kennen, obwohl das Schlimmste nach der Cortisonspritze vom Notarzt schnell vorbei war. Den nächsten Tag haben wir uns von meinen Eltern abholen lassen. Ich werde trotzdem wieder dorthinfahren! Die Gegend ist einfach wunderschön! Nur das nächste Mal werde ich besser darauf achten, was in meinen Klamotten herumkriecht. ;-) Mit haarigen Raupen ist nicht zu spaßen!

Meine nächste kleine Tour wird sich sicher auf die Schwentine beschränken, aber jetzt im Winter ist es dafür leider zu kalt.

Jürgens Paddelseite